360 Grad-Feedbacks effizient gestalten (2)

Wovon hängt es ab, ob ein 360 Grad-Feedback die gewünschten Erkenntnisse bringt? Es wäre vermessen, hier eine auch nur annähernd vollständige Übersicht anzustreben. Ich nenne einfach mal einige Punkte, die nach meiner Erfahrung wichtig sind, und würde mich freuen, wenn andere Blogger die Liste aus ihrer Sicht ergänzen.

  1. Das mit der Maßnahme verfolgte Ziel muss vorab geklärt und die Maßnahme in das PE-Konzept des Unternehmens integriert sein.
  2. Die erfassten Feedbackdimensionen müssen auf das definierte Ziel zugeschnitten sein. Das ist bei Verfahren „von der Stange“ nicht zwangsläufig der Fall.
  3. Trivialerweise muss die Teilnahme freiwillig sein.
  4. Anonymität und Vertraulichkeit sollten so weit wie möglich gewährleistet sein. Das spricht unter anderem für die Einbeziehung eines externen HR-Beraters.
  5. Jeder Schritt der Maßnahme muss offen und transparent kommuniziert werden. Es muss z. B. vorab klar sein, wer Zugang zu welchen Daten und Ergebnissen hat.
  6. Die Maßnahme darf nicht auf den diagnostischen Aspekt beschränkt bleiben. Wenn Entwicklungsbedarf deutlich geworden ist, müssen auch entsprechende Förderangebote bereitgestellt werden.
  7. Es sollte nicht übersehen werden, dass nach Auswertung der Daten in der Regel auch die Feedbackgeber eine angemessene Information erwarten.

So, mit der symbolträchtigen Zahl 7 höre ich mal auf und bin gespannt auf Ihre/eure Kommentare und Ergänzungen.

1 thought on “360 Grad-Feedbacks effizient gestalten (2)

  1. Meiner Ansicht nach ist die Einstellung der Mitarbeiter für das Gelingen einer Personalentwicklungsmaßnahme ein entscheidender Faktor. Im Hinblick auf die 360-Grad-Beurteilung kann die Akzeptanz sicher durch die von Ihnen genannte Transparenz im Prozess (Punkt 5) gefördert werden. Auch die Freiwilligkeit und der sichere Umgang mit diesen hochsensiblen Daten (Ihr Punkt 4) tragen dazu bei. Einen hohen Standard in diesen Aspekten bieten die von der ITB eingesetzten Online-Befragungen. Darüber hinaus ermöglichen sie einen effizienten Work-flow, mit dem “Reibungsverluste” minimiert werden. Damit stellt der Prozess an sich kein Hindernis für die Teilnehmer der Befragung dar.

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