Unis und Unternehmen äußern Kritik am Abitur

Die Gründe mögen vielfältig sein (G8, steigender Abiturienten-Anteil, Noteninflation, …), aber darin, dass viele Abiturienten nicht (mehr) die erforderlichen Basiskompetenzen mitbringen, sind sich laut einem Bericht des Kölner-Stadt-Anzeigers Universitäten und Wirtschaftsunternehmen einig. So wird der Prorektor der Universität Köln zitiert, der mangelndes Sprach-, Text- und mathematisches Grundverständnis bei den Studienanfängerinnen und -anfängern beklagt. Studierfähigkeitstests wie z.B. der BT-WISO für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge bilden diese relevanten Anforderungen an Studienanfängerinnen und -anfänger ab und können somit einen Beitrag zu einer fairen, objektiven und inhaltlich nachvollziehbaren Vergabe  von Studienplätzen liefern.

 

 

Studierfähigkeitstest in neuem Gewand: BT-WISO goes online

Am 14. November vergangenen Jahres wurde der BT-WISO (Studierfähigkeitstest für Bachelorstudiengänge in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) erstmals als Online-Test durchgeführt. Bereits seit dem Jahr 2000 nutzen Hochschulen dieses bewährte Verfahren bei der Vergabe ihrer Studienplätze. Die meisten Studiengänge verfahren dabei nach dem Bonus-Modell: Die Bewerberinnen und Bewerber können mit einem guten Testergebnis ihre Zulassungschance verbessern. Damit können unterschiedliche Maßstäbe, die bei der Vergabe von Schulnoten angelegt werden, zum Teil kompensiert werden.

Die Hochschulen begrüßen das „Full-Service-Modell“, nach dem der BT-WISO nun angeboten wird: Von der Registrierung über die Anmeldung bis zur Durchführung in Testzentren und zum Abruf der Ergebnisberichte übernimmt die ITB Consulting die gesamte Administration des Verfahrens. Dabei steht es den Hochschulen nach wie vor frei, Bewerberinnen und Bewerber einzuladen und sich ihnen als potenzielle künftige Alma Mater vorzustellen: So hat sich zum Beispiel die Hochschule Pforzheim als Testzentrum für die Durchführung des BT-WISO zur Verfügung gestellt und nutzt so die Gelegenheit, mit einer Vielzahl von Studieninteressierten in persönlichen Kontakt zu treten.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die nächsten BT-WISO-Durchführungen: Am 10. Februar beginnt die Anmeldefrist für die diesjährigen Termine (23.4., 18.6., 29.10.). Näheres zum BT-WISO ist hier zu erfahren: www.bt-wiso.de.

 

Noteninflation – mit Fähigkeitstests zum Studium

Ist es nicht schön, wenn die Schulnoten immer besser werden? Nein, eigentlich nicht. Denn alles deutet darauf hin, dass es nur die Noten sind, die besser werden, nicht aber die Leistungen. Und diese “Noteninflation” hat durchaus spürbar negative Konsequenzen z.B. bei der Vergabe von Studienplätzen. Hier kommt es – vor allem bei besonders stark nachgefragten Studiengängen – zu Verwerfungen. Helfen können spezifische Studierfähigkeitstests wie der TMS, der BT-WISO und der TM-WISO, die bundesweit angeboten und von den Hochschulen als wertvolles zusätzliches Element in den jeweiligen Auswahlverfahren genutzt werden. Lesen Sie den vollständigen Beitrag im Blog der Huffington Post oder auf der Website von Rechtsanwalt Sion (\Studium\Verteilung von Studienplätzen).

kognitive Tests erhöhen die Validität von Assessment-Centern

Eine kleine, im Journal of Applied Psychology veröffentlichte Meta-Analyse (hier ein Abstract) vom Januar 2015 kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die kriterienbezogene Validiät von multimodalen Assessments höher ist, wenn diese kognitive Tests beinhalten. Dies bestätigt die Annahmen, dass a) kognitive Fähigkeiten in nahezu allen Berufsfeldern relevant sind und b) kognitive Fähigkeitstests am besten geeignet sind, um diese Fähigkeiten zu erfassen.

Mehr zu ITB-Assessment-Centern: http://itb-consulting.de/de/produkte/personalauswahl/simulationsverfahren/assessment-center/

Self-Assessments helfen bei der Wahrnehmung von Selbstverantwortung

Nicht ohne Grund ist „Selbstverantwortung“ ein zurzeit sehr häufig anzutreffender Begriff. Ob bezogen auf Aus- und Weiterbildung oder auf Personalentwicklung und Karriereplanung: Programme und Maßnahmen sind umso erfolgreicher, je stärker die Teilnehmer aktiv gestaltend daran teilnehmen. – Und dies fängt schon mit der Auswahlentscheidung an!

Um aber eine qualifizierte Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Studiengang, für eine Fach- oder eine Führungslaufbahn treffen zu können, sind Informationen notwendig, die über ein vages Bauchgefühl hinausgehen.

In Ergänzung zu frei zugänglichen schriftlichen Informationen und Gesprächen mit Inhabern entsprechender Positionen können Self-Assessments hier wertvolle Dienste leisten.

Neben kognitiven Fähigkeiten (die jahrzehntelange Erfahrung mit kognitiven Auswahltests wird von ITB natürlich auch in die Entwicklung von Self-Assessments eingebracht) können in Self-Assessments auch Interessen und Persönlichkeitsmerkmale für einen Abgleich mit den jeweiligen Anforderungen erhoben werden.

Neben der Beratung von Interessenten verfolgen sowohl Unternehmen als auch Hochschulen legitime Eigeninteressen mit derartigen Angeboten.

Für Unternehmen steht die Marketingfunktion im Vordergrund: Durch die Bearbeitung eines Self-Assessments erfährt ein Interessent sehr direkt und unmittelbar, was dem potentiellen Arbeitgeber wichtig ist, worauf es ihm ankommt und welche anspruchsvollen und abwechslungsreichen Tätigkeiten er zu bieten hat.

Auch Hochschulen nehmen diesen Marketingeffekt gerne mit, hoffen aber vor allem auf die Selbstselektion: Interessenten, die sich falsche Vorstellungen von ihrem Traumstudium machen, erfahren hier, was sie erwartet und können somit einen – mitunter schmerzhaften – Abgleich mit ihren Fähigkeiten  und Interessen vornehmen und ihren ursprünglichen Studienwunsch danach neu bewerten.

Zu Studierfähigkeitstests: http://itb-consulting.de/de/hochschulvertreter/

Zu Persönlichkeitsfragebogen: http://itb-consulting.de/de/produkte/personalauswahl/testverfahren/kompetenzorientierte-persoenlichkeitstests/

 

Kognitive Leistungstests für Führungskräfte?

Kann man das eigentlich machen? Gestandenen Führungskräften, zumeist Akademikern mit X Jahren Berufserfahrung im AC einen kognitiven Leistungstest vorlegen? Ich meine: Man kann und man tut gut daran!

Unbestritten können Tests sehr zuverlässig und valide Informationen über die Ausprägung bestimmter intellektueller Fähigkeiten liefern. Und diese Informationen sind nicht nur bei der Auswahl von Azubis oder Trainees von Interesse, sondern eben auch dann, wenn es darum geht, Führungspositionen zu besetzen.

Natürlich sind andere Eignungsmerkmale, die sich vorzüglich mit verhaltensorientierten AC-Elementen erfassen lassen, ebenfalls von hoher Bedeutung, hinsichtlich kognitiver Fähigkeiten ist m.E. jedoch ein psychometrisches Testverfahren alternativen Instrumenten überlegen.

In der Regel wird weder das eine (Bedeutsamkeit der Information über intellektuelle Fähigkeiten) noch das andere (psychometrische Tests als Methode der Wahl zur Erfassung derselben) bestritten, sondern das zentrale Gegenargument lautet schlicht: “Man kann dieser Zielgruppe die Bearbeitung eines derartigen Tests nicht zumuten.” Dahinter steht die Befürchtung, die AC-Teilnehmer könnten gekränkt reagieren, das Verfahren als unangemessen empfinden und damit insgesamt ein schlechtes Bild über das Unternehmen gewinnen und nach außen transportieren.

Mit der Wahl eines geeigneten Testverfahrens, das im Hinblick auf die gestellten Anforderungen sehr nah an der Zielgruppe ist, kann diesen Befürchtungen wirksam begegnet werden. So geht es z.B. bei dem von ITB Consulting entwickelten “Wirtschaftscharts interpretieren” darum, sich anhand von Charts und kurzen Texten soweit mit einem wirtschaftlichen Sachverhalt vertraut zu machen, dass man im Anschluss beurteilen kann, ob sich bestimmte Aussagen über diesen Sachverhalt ableiten lassen oder nicht.

Mit ähnlichen Aufgaben werden Führungskräfte in Wirtschaftsunternehmen auch in ihrem Arbeitsalltag häufig konfrontiert: Oft müssen komprimiert präsentierte Informationen rasch aufgenommen, analysiert und bewertet werden, weil Entscheidungen zu treffen sind, die nicht auf die lange Bank geschoben werden können.

Das “Wirtschaftscharts interpretieren” als AC-Element bildet also eine Anforderungssituation ab, die von jedem Bearbeiter sofort als relevant erkannt wird.

Als weiteres Argument gegen die Zumutbarkeit von Tests für Manager wird manchmal ins Feld geführt, dass die Testsituation doch sehr an eine Prüfung in der Schule erinnere und damit die erfolgreiche Führungskraft wieder zum “Schüler” degradiere. Aus Erfahrung lässt sich entgegnen, dass die betroffenen Manager mit der Testsituation in der Regel kein Problem haben, sondern im Gegenteil meist sogar sportlichen Ehrgeiz entwickeln, so dass bisweilen auch in den Pausen noch einzelne Aufgaben lebhaft diskutiert werden.

http://www.itb-consulting.de/de/produkte/personalauswahl/bereich-c/leistungs-und-faehigkeitstests/