Medizinertest der Neuzeit feiert zehnjähriges Jubiläum

Die Geschichte der ITB ist eng mit dem Test für medizinische Studiengänge – umgangssprachlich meist “Medizinertest” genannt – verbunden. Seit 1971 entwickelt ITB diesen größten Studierfähigkeitstest Europas. In den 1980- und 1990er Jahren regelte der Test bereits den Zugang zum Medizinstudium in Deutschland. Dann wurde es ein paar Jahre stiller um den Test; der sogenannte Bewerberüberhang war geringer, Medizin als Studiengang also nicht mehr so beliebt. Der Test wurde entsprechend im November 1996 das letzte Mal im alten Jahrtausend durchgeführt.

Medizinertest der Neuzeit

Im Mai 2007 fand er dann nach zehnjähriger Pause wieder statt. Die Hochschulen hatten durch ein neues Hochschulrahmengesetz mehr Freiheiten in der Auswahl “ihrer” Studenten bekommen; zudem waren die Bewerberzahlen wieder gestiegen. Eine valide Auswahl wurde wieder wichtig. Am 30. April 2016 fand nun der zehnte Testtag der “Neuzeit” statt – fast 15.000 Studieninteressierte waren angemeldet. An mehr als 50 Orten wurde getestet.

Was ist der Medizinertest genau?

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist ein spezifischer Studierfähigkeitstest und prüft das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Mit Hilfe des Tests, der aus neun Untertests besteht, wird festgestellt, inwieweit der Bearbeiter komplexe Informationen, welche in längeren Texten, Tabellen oder Graphiken dargeboten werden, zu erfassen und richtig interpretieren vermag, ferner wie gut er mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen kann. Des Weiteren prüft der TMS die Merkfähigkeit, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen sowie die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten. Nicht geprüft werden fachspezifische Kenntnisse, die Gegenstand der Abiturprüfung oder einer anderen Prüfung sind.

Die Teilnahme am Medizinertest ist für die Zulassung in den Studiengängen freiwillig. Das Testergebnis kann allerdings an den am Medizinertest beteiligten Fakultäten die Chance auf einen Studienplatz in der Quote „Auswahlverfahren der Hochschulen“ (AdH) (gemäß den hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung) erhöhen. Eine Verschlechterung der Chancen gegenüber einem Bewerber, der am Medizinertest nicht teilgenommen hat, ist – auch bei einem schlechten Medizinertest-Ergebnis – ausgeschlossen.

Fakten zum Medizinertest

  • In den vergangenen 10 Jahren haben sich etwa 100.000 Studieninteressierte zum Test angemeldet.
  • 60 Tonnen Papier wurden für diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer produziert.
  • 600.000 Scans der verschiedensten Antwortbögen wurden erstellt.
  • Im Jahr 2016 berücksichtigen 22 Hochschulen in Deutschland die Ergebnisse des TMS.

Beispielaufgabe aus dem Medizinertest

Beispielaufgabe aus dem Medizinertest

Mehr Informationen zum Medizinertest finden Sie unter:
http://www.medizinertest-vorbereitung.de
http://www.tms-info.org

Ein Gedanke zu „Medizinertest der Neuzeit feiert zehnjähriges Jubiläum

  1. Allein durch die große Teilnehmerzahl ist der Medizinertest als Gesamtprojekt im deutschsprachigen Raum irgendwie eine Ausnahmeerscheinung.
    Aber auch der Blick auf den einzelnen Kandidaten belegt, wie bedeutsam diese Prüfung (geworden) ist: Selten hängt von dem Ergebnis eines einzigen Tages so viel ab und noch seltener wird die persönliche Leistung mit der zigtausender Anderer verglichen. Der TMS ist die einzigartige Chance, die Studierfähigkeit für die Medizin in einem spezifischen Test – abseits der Abiturnote – unter Beweis zu stellen. Eine solche Möglichkeit gibt es für kein anderes Fach in der deutschen Hochschullandschaft. Aber natürlich: Von dem Ergebnis hängt eben auch sehr viel ab. Dementsprechend mulmig ist dem Einen oder Anderen an diesem Tag zumute. Abhelfen kann da eine gute Vorbereitung, die zumindet ein kleines bisschen Routine im Sinne persönlicher Bearbeitungsstrategien in diese ansonsten so ungewöhnliche Situation hinein bringen kann.
    Mehr zum Thema Vorbereitung: https://blog.itb-consulting.de/test-wiseness-testvorbereitung-erhoeht-chancen/

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