Eignungsdiagnostik 4.0 – Kompetenzen für eine digitale Welt

Ein aktueller HR-Report von Hays und dem IBE beschäftigt sich mit Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte in einer digitalen Welt. Bei den Hard Skills werden als zentrale Kompetenzen – wenig überraschend – Medienkompetenz und IT-Kompetenz genannt. Bei den Soft Skills stehen zwei Kompetenzen ganz oben, nämlich Veränderungsmanagement und Selbstmanagement. Während Verändungskompetenz in ACs oder DCs der ITB Consulting quasi „gesetzt“ ist, taucht die von den Befragten geforderte „Stärkung der Eigenverantwortung des Einzelnen“ bisher nur indirekt auf. So treffen Teilnehmer in ITB-Potenzialermittlungsverfahren eine für sie relevante Auswahl aus dem Beobachterfeedback und erstellen eigenständig ihren Ergebnisbericht. Will man Selbstmanagement als eigene Kompetenz direkt erfassen, gilt es, verschiedene Facetten von Komplexitätsmangement bis hin zu Resilienzaspekten herauszuarbeiten und mit einem diagnostischen Verfahren zu verbinden. Hierbei kommen einem zuvorderst E-Assessments oder online Assessments in den Sinn, die sich methodisch stimmig in eine digitale Arbeitswelt einfügen. Mehr dazu auf www.itb-consulting.de

ITB-Veröffentlichung: Selbstverantwortung nach Maß

Wenn Unternehmen Mitarbeiter gewinnen, binden und entwickeln wollen – und somit ihre Zukunft sichern wollen,  braucht es gewissermaßen eine neue Vereinbarung: Statt „Geld gegen Können und Zeit“ heißt es neu: „Entwicklungsmöglichkeiten plus Freiräume plus Geld gegen Können und einen Teil Deiner Zeit – und dafür übernimmst Du einen Teil Deiner Entwicklung selbst“.  In einer aktuellen Veröffentlichung in der Personalwirtschaft plädiere ich als Beraterin bei ITB Consulting für mehr Selbstverantwortung in der Personalentwicklung.

Wodurch zeichnet sich Selbstverantwortung in der Personalentwicklung aus?

Selbstverantwortung…
–    … ist eine Haltung, die sich nicht „verordnen“ lässt.
–    … betrifft alle Beteiligten im Berufsleben.
–    … braucht eine Kultur des Vertrauens.
–    … kann „unbequem“ sein.
–    … braucht das richtige Maß.

Im Artikel wird skizziert wie Selbstverantwortung in der Personalentwicklung gefördert werden kann.

Maßnahmen sind zum Beispiel:

  • Einbindung  von Mitarbeitern in Entwicklungsmaßnahmen (z.B. indem Teilnehmer eines Development-Centers ihre eigenen Entwicklungspläne schreiben)
  • Förderung von Selbsterkenntnis und Selbst-Einschätzung  (z.B. in Form von Self-Assessments wie dem Leadership Assessment ITB-LEAS)
  • Einführung von kollegialer Beratung und „Selbst-Coaching“
  • Integration von „Selbstverantwortung“ in Kompetenzmodelle
  • Vertrauen schaffen durch klare Erwartungen, transparente Spielregeln und Zuverlässigkeit

Der Artikel ist erhältlich über: www.personalwirtschaft.de Terörde-Wilde, A., (2015): Plädoyer für mehr Selbstverantwortung. Personalwirtschaft 10, 48-50.

Ist das Thema „Selbstverantwortung in der Personalentwicklung“ auch für Sie ein wichtiges Thema?

Introvision im Coaching

Introvision im Coaching – dauerhaft zu mehr Gelassenheit

Der Alltag von vielen Führungskräften ist durch die intensive Beschäftigung mit hartnäckigen, inneren Konflikten gekennzeichnet. Gedanken drehen sich im Kreis, Widersprüche lassen sich nicht auflösen, innere Unruhe entsteht, und es kommt zu Anspannung und einem Gefühl der Zerrissenheit. Wie soll ich das Projekt „in time“ abschließen, wenn einflussreiche Stakeholder sich quer stellen und wichtige Projektmitarbeiter angesichts fehlender Karriereaussichten Abwanderungsgedanken hegen? Folgt man Frau Professor Angelika Wagner, die im Rahmen ihrer Forschungen an der Uni Hamburg Möglichkeiten der mentalen Selbstregulation untersucht hat, so muss es darum gehen, mehr Gelassenheit zu entwickeln. Und dies gelingt nach ihrer Auffassung dauerhaft nur, wenn man den Auslöser „entschärft“. Im Alltag von Führungskräften herrschen Ablenkungsstrategien vor: man schaut fern, treibt Sport oder konsumiert Alkohol. Der Auslöser für die unangenehmen Gefühle bleibt aber unangetastet. Rückt man dem Problem mit Coaching zu Leibe, geht es oft darum zu lernen, mit den Gefühlen besser umzugehen. Mittels Training eignet man sich Coping- und Angstbewältigungsstrategien an. Am Ende tut die Angst nicht mehr so weh, aber sie ist noch da und kann durch entsprechende äußere Hinweisreize oder eigene Gedanken jederzeit wieder ausgelöst werden. Hier geht die Introvision einen Schritt weiter, indem sie einen Weg aufzeigt, an dessen Ende die inneren Gedanken und Konflikte („Imperative“) keine unangenehmen Gefühle mehr auslösen und ihren Schrecken verloren haben. Die zugrunde liegende Kognition wird durch gezielt eingesetzte Wahrnehmungsprozesse von den unangenehmen Gefühlen, die sie auslöst, entkoppelt. Erste Erfahrungen mit dieser neuen Methode konnte ich in der letzten Woche bei einer Coaching-Veranstaltung in Konstanz machen. Für Interessierte sei nachfolgend das Hauptwerk von Frau Professor Wagner genannt, das allerdings selbst für wissenschaftlich erfahrene Leser etwas sperrig daherkommt: Wagner, Angelika C. (2011). Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte – Mentale Selbstregulation und Introvision (2. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.