Jeder Mensch ist kreativ! – Wie Unternehmen das Innovationspotenzial ihrer Mitarbeiter ausschöpfen

„Das Herz und die Seele des Unternehmens sind Kreativität und Innovation“

So gehört von Robert Iger, dem Chief Executive Officer des Disney-Konzerns. Dieses Zitat verdeutlicht die Wichtigkeit kreativen Denkens und innovativen Handelns für Unternehmen. In einem Zeitalter der Globalisierung, des technologischen Fortschritts, der Digitalisierung und Informationsfülle kann es für Unternehmen jeglicher Art und Größe schwierig sein, sich auf dem Markt und gegenüber Wettbewerbern, die von überall her kommen können, zu behaupten und mit der Zeit zu gehen. Innovative Lösungen können Unternehmen bei der Herausforderung, erfolgreich zu sein und zu bleiben, zur Seite stehen und gegenüber Wettbewerbern einen Vorsprung schaffen.

Was ist eigentlich „Innovation“?

Unter „Innovation“ kann man jegliche Arten von Änderungen verstehen, die mit technischem, sozialem oder wirtschaftlichem Wandel einhergehen. Innovation ist gekennzeichnet durch die Neuheit eines Objektes oder Prozesses innerhalb eines Unternehmens (oder allgemeiner gedacht: eines Systems). Weiterhin ist Innovation eine Veränderung oder Modifikation, die erst entdeckt oder erfunden wird, bevor sie implementiert, angewendet und schlussendlich in das alltägliche Geschäft eines Unternehmens (oder Systems) integriert wird. Innovationen können mannigfaltige Probleme lösen und dabei helfen, sich auf Kunden besser einzustellen.

Innovation, Kreativität und Veränderungsprozesse hängen eng miteinander zusammen. Kreativität bedingt Innovation, denn sie wird benötigt, um Ideen zu generieren, während man unter Innovation die Implementierung solcher Ideen innerhalb von Prozessen, Handlungsweisen und Produkte in einem späteren Stadium versteht. Innovationen wiederum sind notwendig, um dem bereits angesprochenen schnellen Wandel zu begegnen. Des Weiteren bedeutet die Implementierung innovativer Ideen stets auch einen Wandel oder eine Veränderung eines Systems beziehungsweise eines Unternehmens. In den Worten von Li Keqiang, amtierender Ministerpräsident der Volksrepublik China: „Veränderungen erfordern Innovation, und Innovation führt zu Fortschritt“.

Innovation kann viel mehr sein als nur neue Produkte

Wenn wir an Innovation denken, fallen uns für gewöhnlich Produkte oder Dienstleistungen ein, die bei ihrer Markteinführung besonders neu und einfallsreich erschienen, wie etwa das iPhone im Vergleich zum „normalen“ Handy. Jedoch betrifft Innovation nicht nur Produkte oder Dienstleistungen, sondern sie kann sich auf vielen Ebenen abspielen – Doblin (1998) unterscheidet gar zwischen zehn verschiedenen Arten von Innovation, wie etwa in den folgenden Bereichen:

  • Profitmodelle, also wie ein Unternehmen Geld verdient – Beispiel Netflix, die den Videoverleih komplett revolutioniert haben,
  • Prozesse, das heißt, welche Arbeitsmethoden ein Unternehmen nutzt – Beispiel Toyota’s „Lean Production“,
  • Produktleistung, das heißt, für ein Produkt besondere Eigenschaften oder Funktionen bzw. Alleinstellungsmerkmale entwerfen – Beispiel Coca-Cola, deren Rezeptur bis heute nicht 100% kopiert werden konnte),
  • Vertriebswege, also wie Unternehmensangebote den Kunden und Nutzern überbracht werden – Beispiel Essen bestellen, das per Fahrrad (statt per Auto) geliefert wird.

Diese Unterscheidung verschiedener Innovationsarten eröffnet Unternehmen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, kreativ zu sein und neue Ideen zu implementieren, sowohl intern (z. B., neue Arbeitsprozesse), als auch extern mit Blick auf den Kunden.

Ich bin nicht kreativ, was jetzt?

Kreative und innovative Prozesse können von Einzelpersonen, Teams und dem Unternehmen als Ganzem durchgeführt werden. Manch einer mag ja von sich denken, dass er/sie nicht kreativ oder innovativ sei. Von einer solchen Vorstellung sollte man sich frei machen – jeder Mensch kann kreativ sein! Zudem gibt es Methoden und Prozesse zur Förderung der Kreativität und Innovation, die beispielsweise dabei helfen können, neue Ideen zu entwickeln oder bislang nicht bekannte Zusammenhänge zu erkennen.

Solche und andere Methoden und Prozesse probieren Teilnehmer des von ITB Consulting angebotenen Trainings „Creating Innovative Business Solutions“ aus. Dieses Training beruht auf den Grundlagen des Design Thinking, einem Ansatz zur Innovationsförderung, der in den 90er Jahren an der Universität Stanford entwickelt wurde und sich seitdem in vielen Unternehmen weltweit großer Beliebtheit erfreut. Sprechen Sie uns doch einfach an, wenn wir Ihr Interesse zum Thema Kreativität und Innovation geweckt haben!

Das Leadership-Konzept: Ein transformationaler Führungsstil durch Training?

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Laura Pütz, Psychologin (B. Sc.)

„Leadership“ kurz erklärt

Der Begriff „Leadership“ ist ein gerne und viel verwendetes Buzzword im HR-Kontext und darüber hinaus. Doch was genau versteht man eigentlich darunter? Das Leadership-Konzept umfasst Aspekte der Überzeugungs- und Motivationskraft einer Führungskraft und deren Einfluss auf die Mitarbeiter. Bedeutsam sind hier mehrere ineinander greifende Prozesse. Dazu zählt die Fähigkeit, Mitarbeiter mittels Visionen zu inspirieren, sie zu motivieren, „mitzureißen“ und dadurch eine emotionale Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern. Entscheidend ist dieser Ansatz insbesondere bei Veränderungsprozessen, da er den Weg für Kreativität, Innovation und Sinnerfüllung seitens der Mitarbeiter und somit auch Wandel im Unternehmen ebnet.

Abkehr von starren Mustern: Transformationale Führung

Im Gegensatz zum lange vorherrschenden Prinzip der transaktionalen Führung liegt der Fokus des Leadership-Konzepts nicht auf dem bloßen Austausch von Leistung und finanzieller Vergütung. Vielmehr liegt er auf den motivationalen Aspekten der Arbeitstätigkeit, welche wiederum Einfluss auf die Einstellung und Produktivität der Mitarbeiter haben können. Konzeptuell verwandt mit dem Begriff des Leaderships ist daher der der transformationalen Führung.

Transformationales Führungsverhalten zeigt sowohl auf individueller als auch auf organisationaler Ebene positive Auswirkungen: etwa auf die Kreativität von Mitarbeitern , ihre Leistung und die organisationale Innovation. Die Empirie unterstreicht zudem die Rolle von transformationalen Führungskräften als Betreiber des Wandels. Denn: insbesondere angemessene Kommunikation und die Motivierung der Mitarbeiter durch ihre Führungskräfte stehen in sehr engem Zusammenhang zur Umsetzung von Veränderungs- und Innovationsprozessen.

Ist Führungsverhalten trainierbar?

Die Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen scheinen auf der Hand zu liegen. Eine rasche Umsetzung in den Unternehmen sollte folgen. Doch können Leadership–Fertigkeiten überhaupt verbessert werden oder müssen sie den Führungskräften bereits „in die Wiege gelegt“ sein? Der Blick in die Forschung stimmt optimistisch: Leadership-Verhaltensweisen können durchaus erfolgreich trainiert werden.

Als vielversprechende Ansätze erwiesen sich bisher gruppenbasierte Trainings bzw. Workshops, die eine Mischung aus Vorlesung, Rollenspielen und Diskussion im Plenum beinhalteten. Zusätzlich führte auch eine Kombination der oben genannten Methoden mit Feedbackprozessen wie dem 360–Grad–Feedback zu Trainingserfolgen. Eine ebenfalls große Rolle scheinen „follow–up“–Sitzungen zur weiteren Festigung der Inhalte zuzukommen.

Fazit

Egal also, ob eine Führungskraft der geborener „Leader“ ist oder bis jetzt eher klassisch geführt hat. Schon mit vergleichsweise geringem Aufwand können positive Effekte auf die Führungskultur erzielt werden.

ITB-Consulting bietet auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes 360°-Feedback-Tool an und unterstützt Sie bei der Ausgestaltung von Trainings und Workshops, ob online oder offline.